literarisches Schulfest 2018

2. Juni 2018

(pm/ea) – Ein ganz besonderes Programm erwartete die zahlreichen Besucher der Grundschule Langendiebach am vergangenen Sonnabend – ein literarisches Schulfest.

 

Schon zur Eröffnung wurden die Gäste mit einem Begrüssungsgedicht erfreut, vorgetragen von der Klasse 1b. Danach erfuhren wir, dass bereits vor rund 5000 Jahren über „die Jugend von heute“ geklagt wurde, Frau Fischbein, die Rektorin der Grundschule, Herr und Frau Wittwar sowie Frau Mohr hatten die Zitate gesammelt und trugen sie dem erstaunten Publikum vor. Und auch wenn die älteren Menschen schon 3000 v.Chr. über die Schulkinder schimpften und bis in die heutige Zeit die Jugend kritisiert wird, war man sich einig, dass noch nicht alles verloren sei und die Kinder der Grundschule Langendiebach mit ihren Lehrern fleißig und motiviert ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt haben. Der wirklich sehenswerte Schultanz, gekonnt von den Schülerinnen und Schülern dargeboten, schloß die Begrüßung ab.

Bei herrlichem Sommerwetter und musikalischer Untermalung, für die Herr Gernand gesorgt hat, konnten sich Gäste, Eltern, Kinder sowie Lehrerinnen und Lehrer dann mit dem reichhaltigen Angebot an Essen und Trinken stärken. Um 15 Uhr schloss sich der nächste literarische Programmpunkt an. Den Auftakt machte Frau Elverfeld, eine „Leseoma“ der Erstklässler, die mehrere Gedichte aus dem Buch „Das Asphalt-Zebra“ des Hans Krieger den Kindern und den Gästen vorlas, wobei unter anderem herauskam, dass die Mäuse heutzutage auch nicht mehr das waren, was man früher kannte. Die Klasse 1a gab dann das Gedicht vom Faultier vom Paul Maar zum Besten und gähnte dabei beeindruckend! Es folgten die gekonnten Vorträge der Klassen 2a und 2 b, die Gedichte vom Marienkäfer von Else Marie Bülau und den Schnirkelschnecken von Josef Guggenmoos mit farbenfrohen selbstgemalten Bildern präsentierten. Lieder aus der Oper Hänsel und Gretel, vorbereitet mit dem Musiklehrer Herr Franz und gesungen von den 1. und 2. Klassen unter der Leitung von Frau Stein, schlossen diesen gelungenen Programmpunkt ab. Alle Besucher des Schulfestes hatten ihren Spaß und warteten auf das „Finale“.

Nach einer weiteren Pause, gemütlichen Beisamensein und einer Einlage der Einradabteilung der TSG Erlensee ging es mit dem Programm weiter. Um 16.30 las Frau Intek, die „Leseomi“ der Klasse 3a, verschiedene Gedichte von Paul Maar, Ringelnatz und Lore Beyer vor, wobei nun herauskam, dass Noten wohl besser abgeschafft werden sollten und die Grußmanieren sich mit der Zeit stark veränderten. Die Klasse 3a, verkleidet in lustige Schlafanzüge, hatte sich einige wertvolle „Tipps für ganz langes Aufbleiben“ überlegt – ein Gedicht von Hans-Peter Teimann. Es war erstaunlich, wie viel Kreativität da zutage kam! Die 3b schloss sich mit dem sehenswerten Lesetheater „Die kleinen Wilden“ von Jackie Niebisch an und überzeugte mit wunderbar gespielten Rollen. Den folgenden Beitrag bereitete eine Schülerin aus der Klasse 4a vor: ein selbstgeschriebenes Gedicht über die warmen Monate des Jahres, das sie gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen vortrug. Die 4b überzeugte mit Goethes „Zauberlehrling“, der selbstverständlich im passenden Kostüm auftrat. Nach soviel unterhaltsamer Literatur sangen die 3. und 4. Klassen die „Europahymne“: Freude schöner Götterfunken“ in drei verschiedenen Versionen, wobei die „Rap-Fassung“ besonders begeisterte. Dies wirklich tolle und sehr unterhaltsame Programm beendete der Schultanz, der gekonnt und begeistert dargeboten wurde!

Ein schöner, fröhlicher und ereignisreicher Nachmittag ging damit zu Ende, der sicher noch lange in der Erinnerung bleiben wird. Ein großes Dankeschön an alle helfenden Hände, die dazu beigetragen haben.

Das Schulfest fand an diesem Ort vorerst das letzte Mal statt, da in den Sommerferien bereits die umfangreichen Umbau- und Erweiterungsarbeiten an den Schulgebäuden beginnen.

Fotos: PM

Ernte-Dank-Fest 2016

Quelle: 

Schulfest 2014

Schulfest der Grundschule Langendiebach ganz im Zeichen der Verabschiedung von Schulleiterin Renate Preiser

So manche Augen wurden feucht


Schulleiterin Renate Preiser: Den Beruf als wahre Berufung gelebt

(ea) 20.07.14 - Nach mehr als 40 Jahren, in denen Renate Preiser als Lehrerin unterrichtete, verabschiedet sie sich in dieser Woche in den wohlverdienten Ruhestand. Das Schulfest der Grundschule Langendiebach stand daher ganz im Zeichen der Verabschiedung der seit 2006 im Amt der Schulleiterin stehenden Lehrerin, die von Schülerinnen und Schülern mit ihren Aufführungen, Tänzen und Gesängen sowie den Dankesreden ehemaliger Schülerinnen und Schüler sichtlich überrascht wurde. Dass dieser Abschied allen Beteiligten nicht leicht fällt, machte sich auch daran bemerkbar, dass dabei so manche Augen feucht wurden.

Erste Stadträtin Birgit Behr, die in Vertretung von Bürgermeister Stefan Erb die Grüße des Magistrats überbrachte, würdigte die Verdienste von Renate Preiser, die über 40 Jahre in schulleiterische Belange eingebunden war und als Personalrätin, Konrektorin und schließlich als Schulleiterin tätig war: "Dabei war es gar nicht Ihr Ziel, Schulleiterin zu werden. Das Kollegium hatte damals ein Stück Überzeugungsarbeit leisten müssen. Schön, dass dies gelungen ist".

Renate Preiser habe die Schüler geprägt, Werte gefestigt und zu selbständiger Urteilsfähigkeit erzogen.

"Wenn solch eine Persönlichkeit in den Ruhestand geht, ist das meistens ein schwarzer Tag für Schüler und Kollegen, auch wenn jeder es ihr gönnt", so Birgit Behr abschließend.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Nina Hasenhait, sprach im Namen der gesamten Elternschaft und des Elternbeirats einen großen Dank an Renate Preiser aus. "Für Ihr überragendes Engagement als Lehrerin und Rektorin haben Sie den entscheidenden Grundstein gelegt für die persönliche und spätere berufliche Entwicklung der Kinder dieser Schule", so Nina Hasenhait.

Als weiterer Höhepunkt des Schulfestes wurde eine Holzhütte auf dem Schulhofgelände enthüllt, die für die Ausgabe von kleinem Spielgerät an die Kinder während der Pausen dienen soll. Die Anschaffung wurde ermöglicht durch die Einnahmen aus dem Sponsorenlauf vom letzten Jahr sowie einer 1000 Euro-Spende der Firma Gebr. Heinemann.

Bei den anschließenden Darbietungen und Würdigungen durch die jetzigen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern wurde noch einmal deutlich, dass mit Renate Preiser eine Persönlichkeit in den Ruhestand geht, die den Beruf als Lehrerin nicht nur ausgeübt sondern diesen als wahre Berufung gelebt hat.


Tänze, Gedichte und Ständchen - für die und auch mit der Schulleiterin


Erste Stadträtin Birgit Behr (links) überbringt die Grüße des Magistrats


Gemeinsam mit Vertretern des Logistikzentrums Gebr. Heinemann enthüllt Renate Preiser die neue Hütte


Schulleiterin Renate Preiser mitten unter ihren Schülern: Ein Abschied, der schwer fällt

(Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld)