Zentrale Lernstandserhebungen


Zentrale Lernstandserhebungen sind auf wissenschaftlicher Basis entwickelte Tests, an denen sich alle Bundesländer beteiligen. Sie finden in der Grundschule im dritten Schuljahr und an weiterführenden Schulen im achten Schuljahr statt. Die Tests werden von Lehrerinnen und Lehrern aus allen Bundesländern gemeinsam mit Wissenschaftlern entwickelt und in mehreren Durchgängen erprobt. Die einzelnen Aufgaben eines Tests decken verschiedene Bereiche eines Themengebietes ab und sind in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen vertreten.

 

Die Grundlage für die einzelnen Tests bilden die bundesweiten Bildungsstandards für die Fächer Deutsch und Mathematik sowie an den weiterführenden Schule zusätzlich Englisch und Französisch. Die Bildungsstandards der Grundschule sind Zielformulierungen zum Ende der Klasse 4. Sie legen fest, über welche Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schülerinnen und Schüler am Ende der Grundschulzeit verfügen sollen. Damit geben die Lernstandserhebungen eine Rückmeldung über den Lernstand in Bezug auf Standards, die in ganz Deutschland gelten. 


Den Schule dienen die Lernstandserhebungen zur internen Evaluation, zur Vergewisserung ihrer Arbeit, zur Schülerförderung und zur Weiterentwicklung des Unterrichts. Jede Lehrkraft kann ihre Ergebnisse mit einem individuellen Landeswert vergleichen. Dieser berücksichtigt die speziellen Lernvoraussetzungen und Gruppenzusammensetzungen der einzelnen Klassen. Die Lernstandserhebungen dürfen nicht benotet werden, sie sind keine Klassenarbeit!

Die Teilnahme ist im dritten Schuljahr verpflichtend. Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf oder mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen kann differenziert vorgegangen werden. Weitere Informationen zum Thema "Inklusion" bei den Lernstandserhebungen finden Sie hier

 

Die Lernstandserhebungen werden mit gleichen Aufgaben in einem festgesetzten Zeitraum bundesweit geschrieben.

Termine  im Frühjahr 2016 finden in den dritten Klassen an folgenden Tagen statt:

 

Mathematik:   Größen und Messen (April 17) sowie Raum und Form (April 17)

Deutsch:           Lesen (April 17) sowie Sprache und Sprachgebrauch untersuchen (April 17)

 

Jeder Test wird an einem separaten Tag geschrieben. Die Dauer der Tests beträgt in der Regel zwei Mal 30 Minuten. 

 

Die Tests werden durch den Klassenlehrer korrigiert, die Ergebnisse in das Lernstand-Online.Portal eingegeben und von den wissenschaftlichen Mitarbeitern der zuständigen Universität ausgewertet. Die Daten werden selbstverständlich anonymisiert weitergegeben. Die Schulen erhalten unmittelbar nach Eingabe der Korrekturergebnisse eine tabellarische Auswertung mit den Ergebnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler sowie eine klassenspezifische Sofortrückmeldung. Es ist zu erwarten, dass die Lerngruppe durchschnittlich nur etwa die Hälfte aller Aufgaben richtig lösen kann, da die Aufgaben an den Bildungsstandards für die vierte Klasse orientiert sind und einen Ausblick auf die Weiterarbeit im vierten Schuljahr geben sollen.

 

Nach Dateneingabe alle teilnehmenden Schulen folgt sechs Wochen später ein Ergebnisbericht, der einen Vergleich mit Klassen ähnlicher Schülerschaft ermöglicht.  Die Schulen können an den Ergebnissen erkennen, welche Leistungsstände ihre Schülerinnen und Schüler erreicht haben.

 

Das didaktische Material zu den einzelnen Aufgaben kann durch Lehrkräften vom Lernstandsportal heruntergeladen werden und enthält Empfehlungen für die Weiterarbeit im eigenen Unterricht. Die Fachlehrkraft Ihres Kindes teilt Ihnen die Ergebnisse Ihres Kindes nach Rücksprache mit. Die Testhefte bekommen die Kinder vor den Sommerferien mit nach Hause.

 

Weitere Informationen finden Sie auch hier